#Bauernproteste: Gemeinsam für die Zukunft! 

Zurück zur Ernährungssicherheit - ein bundesweiter Aktionstag am 31. August 2022

 

26. August 2022

 

Deutschland - Bundesweit sind Bäuerinnen und Bauern am 31. August aufgerufen, sich an Aktionen zu beteiligen oder selbst zu organisieren, um auf die fatalen Entwicklungen in der Landwirtschaftsbranche hinzuweisen.


"Wir Landwirte in ganz Deutschland wollen ein Zeichen setzen!

2Jahre sind wir hingehalten worden und nichts hat die Politik gelernt. Wir fordern Gerechtigkeit. Eine ehrliche und vor allem wissenschaftlich basierte Landwirtschaftspolitik. Beispielsweise beim Thema Nitrat in unseren Messbrunnen. Hier bestehen wir auf eine ehrliche Betrachtung, eine wahrheitsgemäße Meldung der Messwerte nach Brüssel und ein echtes Verursacherprinzip. ein Umdenken zu einer nachhaltigen Politik im Sinne unserer einheimischen landwirtschaftlichen Unternehmen und dieser Gesellschaft, unseren Kindern, die es verdient haben gesund, regional und zu auskömmlichen Preisen mit dem essentiellsten- nämlich Lebensmitteln und Energie - versorgt zuwerden.

Wir haben Lösungen, redet mit uns!", sagt Anthony Lee,

Sprecher von Landwirtschaft verbindet Deutschland.

#Herkunftskennzeichnung Um die heimische, regionale Landwirtschaft zu schützen brauchen die Landwirtinnen und Landwirte endlich Unterstützung in Form von politischen Rahmenbedingungen. Claus Hochrein, Vorstand von LSVD und Vorsitzender des bayrischen Landesvereins fordert daher: „Wir fordern eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, die für den Verbraucher nachvollziehbar und verständlich ist, um regionale Wertschöpfungsketten zu stärken auch im Sinne des Verbraucherschutzes. Wir haben Ideen und wissen, wie esgeht - redet mit uns! “

#Faire Handelsbeziehungen Marc Berger (Milchbauer, Vorstand LSVD und Baden-Württemberg) sieht den wichtigsten Punkt bei den Handelsbeziehungen: „Wir brauchen verpflichtende Verträge für unsere Erzeugnisse,die mindestens Preis,Menge und und Lieferzeitraum enthalten. Zudem ist das Verkaufsverbot unter Herstellungskosten - wie in anderen EU-Ländern schon geschehen - umzusetzen!“

#Pflanzenschutzverbot Hochaktuell und besonders besorgniserregend für viele Landwirte ist die Diskussion um ein totales Pflanzenschutzmittelanwendungsverbot in allen Schutzgebieten, die gerade in Brüssel stattfindet. Thomas Essig, Sprecher von LSVD dazu: „Wir fordern eine Überarbeitung der Pflanzenschutzanwendungsverordnungzum Schutz unserer heimischen Flora und Fauna und im Sinne des Verbraucherschutzes!“

#EU-Agrarpolitik Ebenso ein europäisches Thema ist die Förderungspolitik. Hagen Stark (Milchbauer und LSV Sachsen-Vorstand) „Wenn die Politik Stilllegung fordert, dann geht das nur freiwillig, begrünt und bezahlt! Billig kann immer irgendjemand auf der Welt produzieren, aber regionaler, als wir heimischen Landwirte das kann keiner! Wir fordern gleiche EU-Standards für alle Lebensmittelimporte!“

#Kreislaufwirtschaft „Wir bieten Kreislaufwirtschaft für tatsächlich mehr Tierwohl, Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz ‐ redet mit uns!“ , ergänzt Thomas Vahle vom LSV MecklenburgVorpommern.

#Nachhaltigkeit Eines der ureigenen Kernthemen der Landwirtschaft. „Wir können fachlich sinnvolle und nachhaltige Klima- und Biodiversitätsmaßnahmen im Rahmen unserer Produktion umsetzen. Für eine ökonomisch, ökologisch und sozial ausgeglichene Ernährungssicherung brauchen wir entsprechende Marktrahmenbedingungen!“, sagt Tilo von Donner (Vorsitzender LSV Schleswig-Holstein und Hamburg).

#Weltmarkt Ein weiteres brandaktuelles Thema sind die Versorgungsengpässe und Preisentwicklungen, die auch im Lebensmittelbereich spürbar sind. Auch hier sind die Bauern die richtigen Ansprechpartner: „Wir bieten Lösungen für weniger Abhängigkeit vom Weltmarkt - redet mit uns!“, bittet Markus Puder, Obstbauer vom LSV Rheinland-Pfalz inständig.

#Zukunftsfähigkeit „Wir fordern eine nachhaltige und verlässliche Politik, damit auch unsere Kinder noch eine Zukunft haben,“ fasst Uwe Michaelis vom LSV Niedersachsen und Bremen zusammen.

#Lösungsorientiert Frank Böcker (LSV Sachsen-Anhalt) zieht das Fazit: „Wir bieten und wir sind die Lösung für viele Probleme, die wir nur mit allen Akteuren entlang der Wertschöpfungsketten im Energie‐ und Nahrungsmittelsektor lösen können- redet mit uns!“
Forderungen und Themenschwerpunkte des Aktionstages sind:

  • Ernährungssicherung durch Anwendung guter fachlicher Praxis
  • Einkommenssicherung durch Werkzeuge wie UTP (Unfair Trade Practice), Herkunftskennzeichnung in Klarschrift auf allen Lebensmitteln und gleiche Importstandarts.
  • Keine pauschale Reduktion von Pflanzenschutzmitteln bzw. Verbot in geschützten Gebieten
  • Aussetzen der Düngeverordnung, bis ein Messnetz nach EU-Norm steht und EU-weit angewendet wird konsequentes Anwenden des Verursacherprinzips bei Nitrateinträgen (Einbeziehen von außerlandwirtschaftlichen Quellen z.B. Kläranlagen)!
  • Folgenabschätzung von angedachten neuen Regelungen und Vorgaben
  • gesetzliche Regelungen im Bereich Landwirtschaft nur auf Grundlage von wissenschaftlich belastbaren und öffentlich zugänglichen Grundlagendaten und Untersuchungen!